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Hier möchte ich von meiner letzten Urlaubsreise in die Dominikanische Republik berichten.

Aufgeschüttete Steinwälle, sehen aber recht idyllisch aus.

Unser Lieblingsreiseland war immer Thailand, aber nach langem Hin- und Her ging es diesmal mit der Schwiegermutter gen Westen in die Dominikanische Republik.

Erst stellte ich mir dieses Land ähnlich wie Thailand vor. Tropen sind immerhin Tropen für mich gewesen.

 Dass es nicht unbedingt so sein muß, merkte ich recht bald.

Der Flug verlief ruhig, abgesehen davon, dass man sich erst durch den Frankfurter Flughafen kämpfen muß, um das richtige Gate zu finden.

Sollte man mit der Thomas Cook, ehemals Condor fliegen? Man kann, auch wenn es kein Vergleich mit einem anständigen Jumbo ist.

Das einzige Ereignis während 6 Stunden reinen Atlantik-Flugs war ein Blauwal, welcher selbst aus circa 10000 m Höhe gut zu sehen war.

Das ich die Schaumkronen der Wellen für das Lichtermeer einer Großstadt mitten im Atlantik hielt, sollte ich eigentlich verschweigen. *lach*

Die karibischen Inseln, die ich aus der Luft zu entdecken hoffte, um in richtige Urlaubsstimmung zu kommen, versteckten sich vor mir.

Die erste Insel, die ich sah, war außer zwei trostlosen Atollen die Dominikanische Republik.

Von oben sieht die Insel nicht sehr beeindruckend aus. Eher wie eine Steppe mit vereinzelten Bäumen dazwischen, zumindest, was den südlichen Teil der Insel betrifft.

Auf dem hübschen Flughafen von La Romana schlug uns die tropische Hitze entgegen. Das war überhaupt das einzige Mal während der Urlaubszeit, wo ich wirklich schwitzte. Es kann aber auch daran gelegen haben, dass ich noch mit einer langen Hose bekleidet war.

Vorab will ich zum Wetter sagen, dass ich enttäuscht war. Es wehte ein ständiger Wind, der irgendwann nervte. Abends wurde es fast kühl und von den zwei Wochen hatten wir eine Woche Regen.

Aber zurück zum Flughafen. Es geschah das Wunder,.. unser Gepäck war sogar mitgekommen.

Wir hatten etwas Angst, nachdem es bei einer Reise im vorigen Jahr nach Singapur in Amsterdam stehengeblieben war und erst 4 Tage später ankam.

Dann hieß es warten. Der Bus, der uns zum Hotel bringen sollte, war schon da. Wir mußten aber zwei Stunden in der Hitze ausharren, weil das Gepäck einer Dame vorsichtshalber in die "Aida" verfrachtet wurde, statt in den Bus und erst von Bord geholt werden mußte. Dazu muß ich sagen, dass die meisten Leute im Flugzeug auf der "Aida" ihren Urlaub verbrachten.

Nun konnte die Fahrt zum Hotel beginnen und der Bus wurde angeschoben. Ja, angeschoben, denn von allein wollte der Motor nicht. Nach vielen Metern überlegte es sich der Motor und sprang samt Klimaanlage an.

Während des Transfers nach Juan Dolio betrachtete ich die Gegend. Sie kam mir öde und arm vor. Schornsteinrauch von Fabriken schoss ungefiltert in die Luft.

Müllansammlungen pesteten am Straßenrand vor sich hin. Umweltschutz war so gut wie unbekannt.

Lediglich die Hotelanlagen sind gepflegt, denn von dort kommt ja auch das Geld ins Land. Tourismus ist überhaupt eine der wenigen wirklichen Einnahmequellen.

Das war der Strand vom Hotel.

Ebenfalls vor unserem Hotel.


Unser Zimmer hatte ich reservieren lassen und so wohnten wir direkt am Strand, wenn man ihn so nennen kann. Ich gebe zu, was Strände betrifft, bin ich verwöhnt, denn bisher habe ich kaum schönere Strände und feineren Sand erlebt, als auf Insel Usedom.

Der Strand vom Hotel war aufgeschüttet worden. Die Palmen aus dem Bild vom Katalog standen an einem anderen Hotel mit 5 Sternen.

Jedenfalls war es weit entfernt von dem sogenannten Traumstrand.

Etwas fürs Auge war die Gischt der sich brechenden Wellen an den Korallenriffen. Das hatte allerdings auch den Nachteil, dass man nicht richtig Schwimmen konnte.

Lediglich ein kleiner Abschnitt im Wasser war zum Baden zugelassen. Abgestorbene Korallen fanden sich an den Stränden wieder, wo man nur mit Badeschuhen ins Wasser konnte. Außerdem gab es überall Seegras und Seeigel. Für mich nicht grade ein Badeparadies.

Die Hotelanlage war sauber und gepflegt, mit viel tropischen Gewächsen verziert und wirklich sehr schön. Allerdings half auch kein Trinkgeld, um erwarten zu können, dass das Zimmer täglich von Sand und sonstigem Schmutz gereinigt wurde.

Die Betten wurden gegen Abend gemacht.

Faulenzen konnten wir, bis wir sogar zu faul zum Faulsein waren.

Das Essen war gut mit viel Auswahl. Das diese Auswahl lediglich in Abwandlungen bestehen würde, ahnte ich schon am ersten Tag. Auf jeden Fall war klar, was es die nächsten zwei Wochen so ungefähr geben würde.

Meine Laune war auf dem Nullpunkt.

Kommen wir nun zu den gewieften Händlern in Touristenorten.

Ich wollte mich mit Schmuck behängen, wie es bei Frauen so üblich ist. Jawoll, es gibt hier so einen wundervollen hellblauen Stein, Larimar genannt, und wie für mich gemacht.

Also fiel ich gleich dem nächstbesten Händler in die Arme, oder besser, er fiel mit seinem Mundwerk über mich her. Dieser Händler bot mir, natürlich weil wir so nette Deutsche sind, eine Kette für lumpige 25 USD( US-Dollar) an. Die rassistischen Engländer (Zitat des Händlers) müssen nähmlich 35 USD berappen.

Aber ich bin ja schlau und welterfahren und verstehe zu handeln. Mehr als 10 USD wollte ich nicht bezahlen und so erzählte ich von 10 Kindern, (er übrigens auch) und von der kranken Großmutter, (er ebenfalls). Nur dumm, dass meine Schwiegermutter recht gesund neben mir stand.

Egal, wir haben dann 4 Ketten für 10 Dollar bekommen, um später zu erfahren, dass es selbstverständlich Glas-oder Plasteperlen sind und in der Hauptstadt nur 1 USD pro Stück kosten. Aber hübsch sind sie.*grummel*

Dabei fiel mir so ein…früher köderten die Weißen die Eingeborenen mit Glasperlen, heute kriegen wir sie teuer zurück.

Später habe ich mir eine echte Kette mit echten Steinen gekauft und ich lernte auch den Unterschied zwischen echt und falsch kennen. Larimar wird in der Dom. Rep. abgebaut und kein Stein sieht wirklich wie der andere aus. Wieder was dazugelernt.

Dieser Teil gehört zur Insel Saona

Da man in dem Ort Juan Dolio, wo unser Hotel stand, nicht viel anfangen konnte, waren wir auf die Ausflugsangebote angewiesen.

Unsere erste Tour nannte sich „Millionär“. Das muß man erstmal sein, um sich das leisten zu können. Überhaupt kosteten die Ausflüge um die 90 USD pro Person.

Es ging per Bus, „Luxusjacht“, Katamaran und Speedboot in die karibische See, wo wir endlich das Postkartenfarbene Wasser entdeckten. Auf einer durch den letzten Hurrikan entstandenen Sandbank, konnten wir mitten im Meer Muscheln und Seesterne im knietiefen Wasser sehen. Die Fahrt war schön, aber von „ Millionär“ war nicht viel zu spüren.

Auch die Fahrt zur Trauminsel Saona war nicht grad die beste Wahl, in Anbetracht der Massen von Touristen, die dorthin verfrachtet wurden. Aber es war eine schöne Natur, zum Baden waren aber wiederum Schuhe angebracht.

Blick vom Boot auf Saona.

Ankunft auf Saona

Auch auf dem Katamaran war man nicht vor der Animation sicher.

In Anbetracht unseres nicht so schönen Strandes riet man uns, nach Boca Chica zu fahren, wo man unbeschwert von Korallen und Seegras ins Wasser gehen konnte, sogar barfuss.

Dem war tatsächlich so, leider gelang es mir nur einmal, ins glasklare Wasser zu verschwinden. Denn an dem übervölkerten Strand, (ich glaube fast, es gab mehr Händler als Badegäste) fielen sofort einige Frauen über uns her. Bevor ich es mich versah, hatte ich schon nach 4 Stunden, 30 dünn geflochtene Zöpfchen mit bunten Perlen im Haar. (ich wollte nur 5 Zöpfchen, so zur Zierde)

Vielleicht sollte man doch spanisch können. Schwiegermutter mit ihren 64 Jahren bekam auch ihre Zöpfchen ab. Macht nix, wir haben Urlaub. Nur blöd, dass die Zöpfe, in denen Kunsthaar eingeflochten war, mir um die Ohren wedelten.

Nach einer seltsamen Massage, bei der ich in Öl statt in der Karibik gebadet wurde, verzogen wir uns, um nie mehr nach Boca Chica zurückzukehren.

Da hatte ich noch einige Stunden vor mir und wußte es nicht, deswegen das Lächeln.

Ich denke, mein Lächeln ist hier schon etwas verkniffener.

Wir unternahmen mehrere große Ausflüge, die einzige Möglichkeit, ein paar Traumstrände kennen zu lernen und der Hotelanlage zu entgehen.

Denn uns jeden Tag von der Animation berieseln zu lassen, war nicht unser Ding. Der schönste Ausflug war für uns ein Tag an einem wirklich einsamen Strand am Atlantik. Dabei stellten wir fest, dass wir wirklich in der falschen Gegend gebucht hatten.

Der Atlantik wirkte viel gewaltiger als die Karibik. Das Baden in den Wellen war herrlich.

Auch Touren ins Landesinnere unternahmen wir. Dabei sahen wir sogar tropische Gebiete.

Das ist an dem Traumstrand am Atlantik, eine seichte Lagune.

Zusammen mit uns weideten sich diese Kühe am Anblick des Atlantiks. Auch Tiere brauchen Erholung.

Während der Fahrt durch das Land. Im Hintergrund erkennt man schon schwach den Atlantik.