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Die Vertreibung des Mannes aus dem Paradiese

 

Teil 1

 

Diese Geschichte hat sich so zugetragen, ist weder erlogen noch erstunken, sondern wirklich und wahrhaftig geschehen.*gg*

 

Die Küche, das Reich des Weibes, welches der Mann kurzzeitig erobern konnte, um dann durch weibliche List und Tücke in die Flucht geschlagen zu werden.

Ok, auch männliche Tücke war dabei.

 

Wie viele Katzensklaven wissen, teilt man mit seinen Lieblingen fast alles.

Bis vor einigen Wochen war die Welt auch noch in Ordnung. Dosimann machte sich täglich sein Frühstück oder Abendbrot zurecht. Oh ja, mein Mann macht das noch selber. *gut erzogen hat*

 

Bis eines Tages Katze Ysa befand, dass das Wasser aus des Dosis Glas viel besser schmeckte, als aus ihrem eigenen Edelstahlnapf. *obwohl da das gleiche Wasser drin ist*

Und weil man ja eine vornehme Katzendame ist  (Ysa hat irgendwann und irgendwo mal was von Rasse und Stammbaum gelesen ), ißt bzw. trinkt man in guten Kreisen mit Pfoten und Kralle.

Eigentlich war es eher, weil der ganze Kopf nicht ins Glas passte und das Glas eben nur optimistisch halbvoll war. Also Pfote hinein, Wasser aufgenommen und es passierte, was passieren musste, wenn man zu gierig ist.

Das Glas kippte.

Dosimann schrie weh und ach, sammelte verzweifelt Küchentücher und putzte das Corpus delicti hinweg, was mit ungeliebter Arbeit verbunden war.

 

Katze Ysa wurde ausgeschimpft, was sie mit großer Gelassenheit aufnahm.

Natürlich würde ihr nun nie mehr gestattet werden, von verbotenen Früchten zu naschen.

 

Dieser löbliche Vorsatz des Dosis wurde eisern eingehalten, sogar bis zur nächsten Mahlzeit.

Kaum saß Dosimann am Tisch, war Ysa auf dem Selbigen und forderte Tribut.

Was ein guter Sklave ist, der beeilte sich, das Glas voll Wasser zu machen, worauf Ysa gnädig das Opfer entgegen nahm.

 

Was dann passiertesiehe oben.*fg*

 

Dieses wiederholte sich einige Male.

Aberwas Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

 

Teil 2

 

Bald war Ysa der Meinung, der Dosi sollte nicht nur Trank, sondern auch Speis gerecht teilen. Unter Gerecht versteht eine Katze, sie alles, der andere nichts.

 

Kaum hatte Dosi die Wurst aus dem Kühlschrank geholt, hatte Ysa schon Platz genommen. Mangels Größe nicht unter dem Tisch, sondern auf dem Tisch, damit sie auch jede ungerechte Verteilung genauestens überwachen kann.

Dosimann hat ein goldenes Herz für Tiere und kann keine leidenden Blicke fast verhungerter 6 Kilo Katzen ertragen.

Also teilte er.

Dummerweise war die Wurstscheibe zu klein, um ausgewachsene Menschen und Tiere satt zu machen und so bettelte Ysa, dass es ein Bild des Jammerns war.

 

Meine Worte, dass man Katzen so etwas nicht erst angewöhnen sollte, verschwanden in den Tiefen des Universums.

So ging es viele Abende lang und die Anzahl der Wurstscheiben verringerte sich drastisch.

 

Klein Odin befand nun, dass er noch wachsen müsse und das ginge eben nur, wenn man in Gesellschaft und bei guter Unterhaltung  einem opulenten Mahl frönte.

Zwei Katzen und Dosimann waren eine gute Gesellschaft und so saß auch Odin mittendrin.

Von Ysa hatte er erfahren, dass Wasser aus dem Menschenglas dem göttergleichen Nektar nahekäme.

Um zu zeigen, dass auch ihm der Adel nicht abhanden gekommen ist, benutzte er sein eigenes Trinkbesteck, die Pfote.

 

Jeder Versuch, besonders Ysa vom Tisch fernzuhalten, endete mit dem Sieg der Katze und zerkratzten Händen der Dosifrau.

Mit einem affenmäßigen Satz und Fanatismus in den Augen, wich sie allen Hürden aus und landete zielsicher auf dem Tisch.

 

Bis heute!

 

Ohals sie die Kühlschranktür hörte, saß sie schon erwartungsvoll parat.

Dosimann wollte sich grade häuslich niederlassen, sah schon das gierige Funkeln in den Augen der Katze, sah dann zur Wurst, zur Katze, zur Wurst, zur Katze und musste langsam befürchten, vor Hunger einen Schwächeanfall zu erleiden.

Er packte Brett, Besteck und Wurst zusammen und flüchtete in sein Zimmer, um überhaupt eine Chance zum Essen zu haben.

 

Ysa blickte ihm verwirrt nach bis ihr aufging, dass nun die Küche und vor allem Dosimanns Stuhl ihr allein gehörte.

Mit dem Fatalismus aller Katzen ließ sie sich nun zu einem zufriedenen Schläfchen nieder.

 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Tage laufen.

 
Nachtrag:

Diese Story hab ich vor etwa einem Jahr geschrieben und sie ist immer noch aktuell.
Es hat sich wenig verändert, lediglich Odin bettelt nicht mehr am Tisch. Der ist so mäklig, daß ihm kein Futter recht genug ist.
Er wartet also noch heute auf gespickten Rehrücken und gefüllten Kapaun.*gg*

Ysa dagegen ist noch fanatischer geworden. Sobald Dosimann in die küche geht, ach was, da reicht schon der Flur, von dem die Küche abgeht, springt sie herbei, egal in welchen Gefilden sie sich grad befand.
Sie überholt ihren Dosi mit fliegenden Fahnen...äh, Fell, stürzt in die Küche auf den Tisch und harrt mit irrem Blick der Dinge, die da kommen.
Dummerweise fällt nicht jedes Mal ein Scheibchen vom Himmel, denn Dosimann ist konsequent geworden.

Dafür wird jeden Tag zusammen gefrühstückt und für Ysa wird eine Extrawurst gekauft.

Noch schläft der Dosi, aber sobald er sich rührt, was Ysa mit scharfen Ohren hört, sitzt sie an der Schlafzimmertür und will ihm Beine machen.
Kaum ist die Tür geöffnet, flitzt sie in die Küche auf den Tisch und tut absolut gelangweilt, bis der Dosi Platz nimmt.
Da erwacht sie vollends und sucht sich die beste Aussicht auf kommende Dinge, wobei der plüschige Schwanz mal in der Butter, mal im Müsli oder eben da hängt, wo ein Katzenschwanz nichts zu suchen hat.

Dauert ihr das Frühstückmachen des Dosis zu lange, wird schon mal gemeckert oder der Möhrensaft getrunken, der in Dosis Müsli kommt.
Nun bekommt sie ihre Putenwurst, die Dosi extra für sie gekauft hat und gierig wird das Stück verschlungen.

Auch das "heilige" Wasser aus Dosis Glas muß sie weiterhin jeden Tag vorkosten. Denn wir wollen ja nicht, daß Dosi sich vergiftet und die arme Katz damit um ihr Frühstück gebracht wird.
Dabei tretelt sie vor Wonne vor sich hin, reibt ihr Gesicht an allem, was in der Nähe ist und es ist überhaupt die einzige Zeit am Tage, wo sie recht gut gelaunt ist.
Ich muß immer wieder neue Wachsdecken kaufen, weil sie die innerhalb kurzer Zeit kaputt tretelt.

Manches Mal versuchte sie auch bei mir was abzustauben, aber ich bin da hartnäckiger und sie hat es aufgegeben.

So geht es jeden Tag.
 


Die geheimnisvolle Tür
 

Wißt ihr, was eine geschlossene Tür für Katzen bedeutet?
Die Unwissenheit vom Urgeheimnis der Existenz.

Normalerweise haben wir ja alle Türen in der Wohnung geöffnet.
Nur morgens, wenn das Bad länger belegt wird, ist diese Tür verschlossen.
Wie furchtbar, welch Grausamkeit der Menschen. Wie soll eine arme, kleine Katze nun in diesen Raum voller Mysterien hinein kommen?
Es hat sich ein Ritual gebildet, dass jede Katzen penibel einhält.

Wenn Klein-Odin nicht grad pennt, hört man bald darauf ein unheimliches Geräusch.
Es kommt uns vor, als würde jemand mit einer Brechstange die Tür einreißen wollen.
Aber nein, es ist nur Zwerg Odin, der sich kraft seiner Wassersuppe gegen die Tür wirft.
Nun ist Schnelligkeit angesagt, bevor der kleine Kerl noch dazu die Mauer einreißt.
Tür geht auf und Odin tapst herein. Im geheimnisvollen Raum angekommen, ist für uns Eile geboten, denn der Herr wünscht sich hoch hinaus.
Der Wäscheständer ist dann sein Domizil, und zwar ganz oben. Damit er nicht durch die Leinen fällt, wird schnell ein Bademantel darübergelegt und mit einem wahren Affensatz springt Odin erst auf einen Stuhl, dann auf den Wäscheständer und richtet sich häuslich ein. Von dort beobachtet er fast grinsend, wie es weitergeht.

Inzwischen ist Ysa angekommen und sitzt vor verschlossener Tür.
Sie kann natürlich nicht zulassen, dass Odin allein den heiligen Gral (das Bad)besetzt.

Ysa versucht per Säge, die Tür aufzumachen. Jedenfall klingt es so. Ich hab sie dabei beobachtet, während mein Mann im Bad war. Wie verrückt scharrt sie an der Tür und ich hab den Eindruck, sie könnte sich tatsächlich durchbohren.

Tür geht auf und Ysa stolziert herein. Der Möchtegernking Odin wird nicht beachtet und sie reckt und streckt sich erstmal, bevor sie zu Taten schreitet.
Die Tat besteht darin, dem Hausherrn um die Beine zu schmeicheln und dann in die Wäscheschüssel auf der Waschmaschine zu springen, wo Dosimann sie betüddeln darf.

Nun setzt ein jämmerliches Geweine ein. Schwergewicht Luzi weiß sich nicht anders zu helfen, als sämtliches Unrecht der Welt hinauszujammern.
Sie scharrt nicht, sie tobt nicht, sie rennt die Tür nicht ein.
Nein!
Mit kläglicher Stimme gibt sie ihre Not kund, dass es in unseren Ohren klingelt.

Sie, als Einzige, würde vom Stein des Weisen ausgeschlossen werden.
Welch anständige Katze kann sowas ertragen?
Ich würde mich nicht wundern, wenn Katzentränen fließen.

Tür geht auf und zögernd betritt Luzi die Kemenate des Unbegreiflichen.
Zögernd deshalb, weil Rivalin Ysa ja irgendwo im Wege liegen könnte.

Aber ein Blick auf Dosiherr reicht, um alles andere, samt Ysa, zu vergessen.
Dosimann weiß, was sich gehört. Er läßt sich nieder und Luzi springt auf den Schoß. Nun wird massiert, gestreichelt, betüddelt, dass es Luzis Freude ist.

Ysa wird die Sache unheimlich und sie hat genug Wissen gesammelt, um schnellstens aus diesem Raum zu müssen. Ist ja auch zu blöd, den Dosimann mit anderen Viechern teilen zu müssen.

Also gleiches Spiel, nur von drinnen nach draußen, bis ein mitleidiger Dosi ihr die Tür öffnet.

Auch Luzi hat bald alles zur Genüge inspiziert und findet diesen geheimnisvollen Raum total langweilig.
Also hinaus, außerdem könnte Ysa ja inzwischen Böses ausbrüten. Denn das ist die Zeit, wo Ysa und Luzi um ihre Herrscherinnenposition raufen.

Der wahre Herrscher liegt weiterhin auf dem Wäscheständer und ist vor Langeweile eingepennt.

Übrigens enthalten auch andere Räume die Bundeslade, den heiligen Gral, den Stein des Weisen und sonstige Mysterien vom Anbeginn der Zeiten.
Die Türen müssen nur geschlossen sein.

 

 

 
Wie erobert Katz die Küche


 

Neues von den Sklavenhaltern.

 

So ein bisschen kann ich verstehen, wie man sich als Hausbesitzer fühlt. Ein angenehmes und sicheres Gefühl.

Vor allem kann man machen, was man will.

 

Eine Katze ist ein intelligentes Tier, auch wenn sie es nicht immer zeigt. Im Großen und Ganzen halten die Dosis ihre Katzen ja tatsächlich für Tiere.

Natürlich denken Katzen darüber ganz anders.

Und manchmal zeigen sie es.

 

In unserer Küche stehen drei Stühle mit Stoffbezug am Tisch. Für Mann, Sohn und Frauchen.

Wegen Nichtbenutzung liegen auf einem Stuhl mein Einkaufsbeutel, andere diverse Taschen und sonstiger Unrat.

Zwei Stühle sind also freidas heißt, waren es.

 

Darf ich nebenbei betonen, dass diese zerfaserten, ausgefransten Dinger kaum noch Stühle zu nennen sind? Auf jeden Fall sehen sie mit hängenden Stoffasern (ja, ich schreib noch altdeutsche Rechtschreibung, hmpf) und zerkratzen Polstern sehr lebendig und gleichzeitig antik aus. Katzen wissen eben, was Wertsteigerung ist.

 

Ich glaube, ich schweife ab.

Gerne liegt mal die ein oder andere Katze auf einem Stuhl, weil es dort ja so gemütlich ist.

Ist auch alles kein Problem.

Der Katzen allerliebster Sklave würde es sein Leben lang bedauern, eine Katze von ihrem ererbten und angestammten Sitz zu vertreiben.

Also nimmt er den Stuhl samt Katze, stellt ihn beiseite, nimmt den anderen Stuhl, stellt ihn an den Oberdosiplatz, nimmt den Stuhl mit der Katze und stellt den an den Platz vom leeren Stuhl.

Eine Zeitlang konnten wir so zufrieden leben.

 

Dosifrau, also meine Person, macht das anders.

Entweder ich setze mich dann auf den unbesetzten Stuhl, der so ziemlich in der Ecke der Küche steht und wo Dosimann kaum Platz hat, oderwie grausam, wie entsetzlich, wie aufrührerisch, wie unsklavenhaft, ich nehme die Katze und enthebe sie ihres Platzes.

Meist steht die Katze in diesem Fall für lange Zeit unter Schock, aus dem sie sich nur mit psychoanalatytischer Eigen-oder Gruppentherapie befreien kann.

Auf Deutschdie Katze erinnert sich, dass sie eigentlich ein Raubtier ist.

 

Nun ja, ich komme in die Küche, will mich an den Tisch setzen und sehe meinen Platz von Ysa besetzt. Die Trulla sitzt überhaupt immer auf dem Bossplatz.*grübel*

Dies ist nun, wie oben geschrieben, kein Beinbruch, nehme ich eben den anderen Stuhl, von dem mich aber, oh Schreck, das süße Babygesicht Odins angrinste.

Nun war guter Rat teuer.

 

Aber auch ein Mensch ist manchmal klug und so täuschte ich den Gang zum Futterplatz vor, was zumindest Ysa vom Hocker riß.

Der Napf war zwar gut gefüllt, aber wer Katzen kennt, weiß, dass sie immer auf das zehngängige Gourmetmenü hoffen und diesen Fimmel ihr Leben lang nicht ablegen.

Das aber wäre wieder eine andere Geschichte.

 

Dummerweise ging ich danach nicht sofort in die Küche, weil mir mal wieder was anderes Wichtiges einfiel.

Aber 5 Minuten später wollte ich mich endlich an den Tisch setzen.

Odin grinste mich weiter vom anderen Stuhl an und ich begriff auch, warum.

Auf meinem Stuhl lag wieder Ysa und schlief den Schlaf der Ungerechten.

Weder Bitten, noch Flehen, noch Stühlerücken meinerseits rissen Ysa aus dem vorgetäuschten Tiefschlaf.

Ein kurzzeitig geöffnetes Auge, dessen kupfergoldene Iris mich an einen gewissen Tyrannosaurus Cat aus dem Film *Jurassic-Park* erinnerte, ließ mich von jeglichen Ansprüchen auf den Stuhl Abstand nehmen.

 

Dazu sollte ich sagen, dass Ysa-Diva ein launisches Biest ist, bei der eine Vertreibung vom Thron schmerzhafte Folgen haben kann.

Aber etwas später erinnerte ich mich daran, dass der Mensch ja viel mächtiger als so eine winzige Katze ist.

 

Weil es mir tatsächlich in der Seele weh tat, eine der Katzen von Stuhl zu jagen *leider doch nur Sklavin ist*, setzte ich mich zu Ysa, auf eine winzige Ecke des Stuhles, da sie den meisten Platz beanspruchte.

Denkt ihr, sie hat sich einmal gerührt und Platz gemacht?

Neeee.

 

Und nun bin ich gespannt, wann sie das ganze Haus in Besitz nehmen.

Aber eigentlich gehört es ihnen ja schon.*weitergrübel*


Katzenstory in Bildern

Während unserer letzten Reise, einer Mittelmeerkreuzfahrt, habe ich mir in Tunesien zwei kleine Läufer, die ich als Badvorleger nutzen will, gekauft.
Wie man weiß, sind Teppiche in Arabien/Persien immer echt.
So auch meine Läufer. *gg*
Den Echt-Test machen meine Katzen.
Das passierte, als der Läufer neu im Bad lag.

Ysa:
"Ja...was so ein echter, schafswollender Teppich ist..." *suhlt sich*

Luzi zu Ysa:
" Du bist ja absolut nicht ganz dicht. Sowas von irre. Aber das wußte ich ja schon immer. Außerdem..."

"...bin ich hier die Boss-Katze, also mach mal Platz. Weg mir dir, jetzt will ich ran!"

Luzi:
"...hach...wie das duftet, und dieses tolle Spielzeug, das gehört ab mir ganz allein."

Odin zu Luzi:
" Hast du vergessen, dass ich hier der Mann im Hause bin? Wenn auch nur ein winzigkleiner Mann, aber eben männlich. Deshalb nehme ich den Läufer unter meine Krallen."

Odin:
" Ach herrje, die schon wieder. Absolut irre, das Mädel. Aber das wußte ich ja schon immer. Zumindest weiß ich jetzt, wo ich meine Krallen pflegen kann."

Ysa:
*träum* " Dieser Duft nach Opferlamm...ich liebe diesen Läufer. Ich hoffe, die anderen verschwinden bald und kommen nie, nie wieder..." *sich rekel*

Genau so lief es ab und ich konnte förmlich die Gedanken meiner Katzen lesen.
Beide Läufer werden gern von allen Katzen belegt.
Ysa geriet zu Anfang in einen richtigen Rausch, als ob Baldrian im Läufer wäre. 15 Minuten suhlte sie sich auf dem Läufer, bis es Luzi reichte und sie Ysa eine haute, um selbst den Läufer zu begutachten.
Als Odin kam, machte Luzi einen Rückzieher. Obwohl sie die Boss-Katze ist, hat Odin Narrenfreiheit bei ihr.
Ysa hielt es nicht lange ohne Läufer aus und blieb den halben Abend darauf liegen.


Jäger und Gejagte


Katzen werden ja allgemein und richtig als Raubtiere klassifiziert.
Da auch Luzi, Ysa und Odin dieser illustren Gattung angehören, trifft das natürlich auch für sie zu, wobei ich mir bei Odin nicht ganz sicher bin.*gg*

Nun ist Ysa eine große, kräftige Katze und ein zickiges Weibchen dazu.
Aber Ysa ist auch eine feige Katze, die sich nicht mit Katzen ihres Kalibers anlegt, sondern sich lieber an Mitbewohner von etwa Rattengröße hält.
Dies trifft leider nur auf einen zu.

Klein Odin bringt nur etwa die Hälfte von Ysa auf die Waage und ist damit gradezu als Opfer prädestiniert.
Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass Ysa mangels Brille, scharfen Blick und politischer Korrektheit Odin für ein Tier minderer Art hält, dessen es sich zu entledigen gilt.

Nicht das Odin dies etwas ausmacht, der weiß schließlich, den Narren gehört die Welt.
Und so beginnen wir unsere abendliche Spielrunde, wobei das Geschehen nicht unbedingt auf den Abend verlegt werden muß. Jede Tageszeit ist gut genug.
Wichtig ist nur, sie müssen ausgeschlafen sein, denn da packt sie die grüne Langeweile.

Odins Lieblingsspielzeug ist ein simples Paketband mit einem Kabelbinder an einem Ende.
Über die philosophische Frage an welchem Ende der Kabelbinder befestigt ist, möchte ich heut nicht diskutieren, dennalles hat ein Ende nur die Wurst hat zweidas Band nebenbei auch.

Jedenfalls gibt es nichts Schöneres als eben dieses Band und Odin wird seit Jahr und Tag nicht müde, diesem Band in Ermangelung eines Tieres noch niederer Art als er selbst, den Garaus zu machen.

Odin fixiert also nach Katzenart dieses Band, welches ja in diesem Fall seine Beute ist.

Doch Ysa, die Schreckliche, hat ebenfalls eine Beute ins Auge gefasst.
Denke ich erst noch, Ysa will ebenfalls diesem Band nachjagen, was auch ab und zu passiert, so wird mich ein kurzer Blick auf sie eines Besseren belehren.

Odin wackelt derweil angriffslustig mit dem Hintern, Ysa wackelt mit und glaubt mir, als Weib kann sie das besser.
Ihr Gesicht ist zu einer hämisch grinsenden Grimasse verzogen. Schwarze, gefährlich glitzernde Pupillen dominieren ihre Augen. Im Geiste sieht sie ihr Opfer zerfetzt, in weiß-beige Fellstücke zerteilt, unterlegen und ganz und gar ihrem Willen und ihrer Gnade unterworfen.

Ich ahne Schlimmes, aber aufgrund des Nichtangriffspaktes von Annodazumal mit der kätzischen Rasse, musste ich mich weitgehend aus Bürgerkriegen raushalten.
Aber eben nur weitgehend, denn ein Wink mit dem Zaunpfahl sollte erlaubt sein.

Das tue ich auch, in dem ich in einem bestimmten Tonfall warnend sage: " Odin, paß auf!"

Klein Odin hat aber nun zwei Ohren. Mit denen kann er auch sehr gut hören, aber wie es auch bei den Menschen oft ist, hört man gern nur das, was man hören will und in diesem Fall hört Odin nur eins, das kaum wahrnehmbare Rascheln des Bandes.

Meine nochmalige Warnung, " Odin, paß auf!" bleibt mir im Gaumen stecken, denn das Reaktionsvermögen von Katzen stellt das der Menschen weit in den Schatten und so ist Odin bereits ganz weit unten auf der Karriereleiter, nämlich unter Ysa.

Luzi guckt indessen sehr aufmerksam zu und schließt Wetten mit sich selbst ab, wer wohl diesmal der Gewinner sein wird.

Ich weiß es natürlich.*gg*

Aber man muß Luzi eins lassen, in Odins höchster Not, wenn er ein jämmerliches Quieken oder Fauchen hören lässt, erinnert sie sich ihres Status als Bosskatze und erhebt ihre 7 Kilonochwas und pflanzt sich drohend hinter Ysa auf.

Ysa ist aber inzwischen eine schlaue Katze und weiß, wann der Boss auf den Plan tritt.
Mag sie noch so wild und gierig auf das Appetithäppchen namens Odin sein, so tut sie gefährlicher, als sie wirklich ist, damit Odin keinen Grund zum Quieken hat.

Odin ist zwar klein, aber im Verhältnis dazu hat er winzige und damit doppelt so spitze Krallen wie Luzi oder Ysa. Krallen, die Chirurgennadeln wie stumpfe Zahnstocher wirken lassen.

Also kämpft er sich unter Ysa hervor und tut das, was er am besten kann, weglaufen.
Odins Katzenhirn ist inzwischen von den vielen Attacken gestählt und nur er kennt den Platz, der ihm allein gebührt.
Die Lücke zwischen Fußboden und Couch, in die nur er hineinpasst.

Dieser Platz unter der Couch kann nur EINEM gehören, ihm, Odin dem Versteckten.

Da es aber mit den Rechenkünsten der Katzen nicht weit her ist, hat Odin seine Gesamtlänge falsch berechnet und so lugt ein lästiges Anhängsel namens Schwanz noch unter der Couch hervor und peitscht wild hin und her.
Mit einem letzten Satz versucht Ysa, wenigsten dem Schwanze Herr zu werden, aber nun

aber nun wird Odin zum Helden, zum Rächer seiner Selbst und sämtlicher kleiner, entrechteter Kater auf der Welt.
Aus sicherer Deckung gibt er Ysa Saures. Die blitzschnelle, kleine Pranke stößt hervor und zeigt der Tyrannocat Ysa, was ein richtiger Kater ist.

Nurist Ysa inzwischen Meterweit entfernt und lauert auf eine neue Gelegenheit, denn irgendwann muß der Frechling ja wieder rauskommen.
Und er kommt bald.

Das eben erlebte Ungemach ist vergessen, sobald er SEIN Band entdeckt und wenn es sich noch bewegt, beginnt das Spiel von neuem.




Die Entdeckung

Eines schönen Tages saß ich auf dem Küchenstuhl, als mir das seltsame Gebaren von Katze Luzi auffiel.
Luzi schlich äußerst vorsichtig in Habachtstellung in meine Richtung, die Augen auf einen bestimmten Punkt zu meinen Füßen gerichtet.

Ich schaute also herunter um das zu sehen, was so große Aufmerksamkeit erregte.
Ich guckte und guckte, erst nach unten, dann in der Küche umher und sah...nichts.

Anders dagegen Luzi.
Mit starrem Blick schaute sie in die Luft nahe an meinen Füßen. Ihr Körper war langgestreckt und nahe am Boden, eine Pfote vorsichtig nach vorn gesetzt, die Schnurrhaare aufgerichtet.

Sie sah etwas, was ich nicht sehen konnte.

Sie sah...das NICHTS.

Was ist das Nichts? Ein schwarzes Loch? Das vollständige Vakuum?

Ich war sehr irritiert.
Noch während Luzi das Nichts anstierte, kam Odin herein und war ebenso irrirtiert wie ich, als er Luzis Benehmen sah.

Aber Odin ist ein Kater und er weiß mehr als die Menschen.

Er wußte, was da war.

Das NICHTS.

Luzi sah Odin und vergaß ganz plötzlich das Nichts. Sofort war sie wieder die Katze die sie war, bevor ihr das große Nichts über den Weg lief.

Anders dagegen Odin.

Odin betrachtete angelegentlich die Stelle, wo das Nichts zuletzt gesehen wurde.
Er sah nichts und er sah wirklich nichts. Aber er wußte, irgendwo mußte es sein.
Vorsichtig schlich er näher, den Körper langgestreckt, eine Pfote nach vorn gesetzt und die Schnurrhaare aufgerichtet.

Er fixierte das nicht vorhandene Nichts, aber ach...das Nichts war verschwunden.

Es war ein Wander-Nichts.

Das wußte auch Odin und so suchte er verweifelt.
Wo war es, das große Nichts?

Also wurden das Tischbein, mein Fuß, der Fußboden, der Herd, die Stuhlbeine, der Mülleimer und alles, was so im Wege stand im wahrsten Sinne des Wortes beschlichen.
Solche Nichtse können schließlich gefährlich sein. Sie tauchen ganz plötzlich auf und stellen sich harmlosen Katzen in den Weg.

Trotz aufwändiger Suche von Odin blieb das Nichts ein nichts und war verschwunden.
Aber es kommt wieder...schon bald....


Nachtrag.

Genau so lief es gestern abend ab. Und es war nicht das erste Mal. Wer Katzen hat, dem ist bestimmt schon mal aufgefallen, das Katzen plötzlich etwas Nichtvorhandenes zu sehen scheinen.
Sie erstarren, fixieren einen unsichtbaren Punkt und ihr ganzer Körper ist angespannt. Meist schleichen sie auf dieses Unsichtbare zu, gaaaaanz vorsichtig.
Was sehen unsere Katzen? Ihre Sinne sind wesentlich besser als die der Menschen.
Manchmal wird mir dann unheimlich. Sehen sie eine andere Dimension, ein Paralleluniversum, schwarze Löcher...? Oder sehen sie Geister, Dämonen, den Teufel...?
Wer es rauskriegt, bitte bei mir melden.*gg*


Odin-der Foltermeister

Heute geht es bei uns um Schlafgewohnheiten.
Irgendwann des Nachts entpuppt sich Kater Odin als Foltermeister, dessen subtile Foltermethoden jeden noch so tiefschlafenden Dosi ins tägliche Grauen reißen.

Aber fangen wir doch beim Anfang an.
Katzen sind Gewohnheitstiere und sie lieben ihr tägliches Einerlei über alles. So wissen sie genau, wann der Mensch sich für die Nacht zurechtmacht. Odin schläft seit Jahr und Tag bei uns im Schlafzimmer und er ist bereit, wenn ich bereit bin. Meistens.

Manchmal aber ist er nicht bereit. Oder er leidet grad unter Jetlag.

Ich gehe also ins Schlafzimmer und krame noch etwas herum, um dem Kater Zeit zu geben, die Türschwelle zu überschreiten. Odin sitzt vor der Tür zum Schlafzimmer und denkt. Oh ja, Katzen können denken.
Er denkt: 'komm ich heute oder komm ich morgen...'
Aufmunternd rufe ich ihm zu: " Odin, komm, wir gehen schlafen."
Odin grinst innerlich: " Was denn, jetzt schon? Nee, jetzt doch nicht, ich warte noch ein bißchen. So 5 Minuten oder bist du am Einschlafen bist, dann mach ich Alarm."

Es kommt natürlich, wie es kommen muß.

Ich bin grad am Einschlafen, da macht der Kater Alarm, daß ich denke, die Mongolen unter Dschingis-Khan sind ins Haus eingebrochen.
Meist erbarmen sich nun Mann oder Sohn und lassen Odin ins Zimmer.
Odin springt sofort auf mein Bett und tut, was er jeden Abend tut. Er schnappt sich einen Zipfel der Kuscheldecke, die immer am Fußende liegt, nuckelt am Zipfel und tretelt, was das Zeug hält. Das macht er ungefähr 10 Minuten, dann legt er sich nieder auf meine Füße.
Dank Odin brauch ich nachts keine Socken mehr.

So schlafen wir beide den Schlaf der Gerechten.

Bis irgendwann in der Nacht oder am Morgen, wo sich Odin in einen exquisiten Foltermeister verwandelt. Er hat ausgeschlafen und die Dosis haben das zu tun, wofür sie auf der Welt sind, den Katzen zu dienen.

Nun empfindet sich aber der Mensch als Krone der Schöpfung und er ist nicht gewillt, dem Tiervolk zu Willen zu sein.
Das heißt, die Dosifrau will weiterschlafen und nicht in die kalte Nachtluft, indem sie die Tür aufmacht.
Ein sinnloses Unterfangen, denn der Sieger ist immer die Katze.

Nichtsdestotrotz, Dosi kann es ja mal versuchen.
Im Halbschlaf drehe ich mich auf die Seite, in Erwartung böser Dinge die Decke bis ans Kinn hochgezogen.
Aber jetzt beginnt die Folter in verschiedenen Graden.

Foltergrad 1:
Odin fängt mit der leichten Folter an. Er nähert sich Dosis Ohr und miaut jämmerlich hinein.
Dosifrau regt sich unwillig.
Odin freut sich auf die künftigen Minuten.

Foltergrad 2:
Odin fährt mit seinen Schurrhaaren über Dosis Gesicht und in die Nase. Dosifrau knurrt, wischt des Katers Kopf zur Seite und kratzt sich das Gesicht.

Foltergrad 3:
Odin nimmt die Zunge zu Hilfe und leckt Dosi erst über die Wange, dann über den Mund. Dosifrau ist nun ungehalten, wischt sich das Gesicht ab, setzt den Kater vom Bett runter und zieht sich die Decke bis zu den Ohren.

Foltergrad 4:
Odin ist in Nullkommanix wieder auf dem Bett und schreitet zum nächsten Plan, der sich schwieriger gestaltet, denn Dosifrau hat sich eingemümmelt. Odin entdeckt seine Ambitionen zum Friseur. Er steigt auf Dosifrau's Haare und beginnt, es in eine ihm angenehme Frisur zu bringen. Sorgfältig wird das Haare mit den Krallen gekämmt und mit den Zähnen und Zunge wird die Kopfhaut massiert. Dosifrau, die grad wieder am Einschlafen war, sammelt ihre Haare ein, scheucht den Kater vom Bett, dreht sich um und legt das Haar eng zwischen Kopf und Kissen geklemmt.

Foltergrad 5:
Odin ist so schnell auf dem Bett, wie er runter kam. Er legt eine Pfote mit leicht ausgefahrenen Krallen auf Dosis Wange, auf daß sie sich nicht rühren und bereitet das Augenmakeup vor. Er leckt mit rauher Zunge über die geschlossenen Augenlider und bringt die Brauen in Form.
Dosifrau kneift alles zusammen, schubst den Kater vom Bett, dreht sich auf den Bauch und versteckt das Gesicht im Kissen.

Foltergrad 6:
Odin ist längst wieder auf dem Bett und ist nun fast da, wo er eigentlich hin wollte. Er wendet als Vorspiel nochmal Grad 3 an, das heißt, seine Zunge fährt in Dosis Ohr hinein. Dosi kratzt sich das Ohr. Odin stellt fest, das zwei Ohrringlöcher nicht reichen. Immerhin hat Dosifrau viel Ohrschmuck und sowieso ist Dosi viel hübscher, wenn sie wie ein Weihnachtsbaum behängt ist.
Eine Pfote fährt in Dosis Haare, damit die kommende Arbeit sauber vonstatten geht.
Vier Reißzähne graben sich nun in Dosifrau's Ohrläppchen. Dosi reißt die Augen auf, schnappt sich den Kater vom Ohr weg und klemmt ihn unter die Arme zum Kampfknuddeln.

Ein geknuddelter Foltermeister ist nun völlig gegen Odins Ehre und er verläßt freiwillig Arm und Bett.

Foltergrad 7:
Dosifrau hat gesiegt,...dachte sie.
Sie kuschelt sich wieder entspannt ins Bett und ist grade am Einschlafen.
Odin sondiert die Lage. Dosis Lage.
Dosis Lage ist perfekt.
Diesmal schleicht er vorsichtig heran. Bloß nicht auf sich aufmerksam machen.
Er öffnet sein Maul so weit er kann.
Langsam senkt er sein Maul über Dosis Nase. Jetzt hilft nur noch, Zähne zusammenbeißen. Bei Odin und bei Dosi.
Dosi ist hellwach und hat genug.
Sie schnappt sich den Kater und tut das, was Kater die ganze Zeit wollte. Nach draußen, Futterzeit.

Foltergrad 7 kann auch abgewandelt werden, je nachdem, wie die Bettlage ist. Ist eine Lücke in der Bettdecke zu sehen, streichelt Odin zu gern Dosis Beine oder Füße.
Mit Krallen, versteht sich.

Luzi und Ysa mögen es leider nicht, über Nacht im Schlafzimmer zu sein. Dabei hätte ich doch sooooo gern noch mehr Foltermeister.*gg*


Nachtrag:

Diesmal hab ich nicht übertrieben, so ungefähr trägt es sich des Nachts bei uns zu. Inzwischen bin ich aber auch schon klüger und laß Odin gleich aus dem Schlafzimmer, wenn er rummeckert.
Nur manchmal...wenn ich noch im Halbschlaf liege, bin ich einfach zu faul, aufzustehen.*lol*
Dann spult Odin das ganze Folterprogramm ab, bis ich mich bequeme.
Was mich wundert...man sagt ja, daß auch Katzen nicht sehen können, wenn es richtig dunkel ist. Aber Odin trifft auch in völliger Dunkelheit die beschriebenen Körperpartien.*gg*

Ich kann von Glück sagen, daß Odin ein sehr sanfter Kater ist, der nie absichtlich und ernsthaft beißt oder kratzt. Trotzdem sind die beschriebenen Prozeduren oft sehr unangenehm. Wenn die rauhe Katzenzunge oft genug über dieselbe Stelle streicht, wird es schon schmerzhaft.
Das Nasenbeißen ist besonders unangenehm. Es tut nicht nur weh und ist ein Schreck im Halbschlaf, sondern auch ein noch so süßer Kater riecht nicht grad vertrauenerweckend aus dem Mäulchen.*gg*

Im Sommer, wenn ich nicht so zugedeckt bin, schläft Odin bei mir im Arm wie ein Baby.


Mit-und Gegeneinander

Damit meine lieben Kleinen nicht in Schönheit untergehen, schreibe ich mal wieder was über sie.

Was Aussehen betrifft, will ich mich auf keinen Fall über Katzen erheben, denn was ist schöner als sie?

Ihr Makeup ist unübertrefflich.*lol*

Ihre Haarpflege ist auch ohne Shampoo, Conditioner und Styling einfach top.

Ein Blick aus ihren geheimnisvollen Augen läßt alle Herzen schmelzen.

Außerdem sind intrigant, hinterhältig, arrogant und fies.*gg*

Letztens wieder erlebt.

Luzi und Ysa, die beiden Großen, sind sich ja nicht grün.

Ein Konkurrenzkampf ist nicht mehr nötig, weil die Ziele abgesteckt sind.

Es kann nur Eine geben.

Das wäre gern Ysa, aber...
Da ist ja noch die Luzi, mit vollem Namen eigentlich Luzifer. Und wer Luzifer ist, wissen wir alle.*gg*

Beide Katzen sind ungefähr gleich groß, aber Luzi ist ungleich schwerer. Wo sie hintritt, wächst kein Gras mehr.

Auf dem Flur in der Veranda stehen drei Futternäpfe, so in 30 cm Entfernung voneinander.
Jede Katze hat ihren eigenen Futternapf und das wissen sie eigentlich. Soooo dumm sind sie ja auch nicht.
Und sie kriegen alle das gleiche Futter.

Nun ergab es sich, daß sie ihr Abendfutter bekommen sollten.
Übrigens sagen sie mir deutlich, wann sie zu fressen wünschen.

Also ging ich an den großen Eimer mit dem Trockenfutter, als mein Blick auf Luzi fiel.
Die saß vor Ysa's Napf.

Ich also: " Luzi, wo ist dein Futternapf...?"
Luzi guckt auf Ysa's Napf: " Das ist mein Napf..."
Ich: " Luuuziii, ab zu deinem Napf!"
Luzi: " Das ist mein Napf!"

Ich machte nun in alle drei Näpfe etwas Futter, in der Hoffnung, daß Luzi sich nun zu ihrem Napf schert.

Ich: " Luzi, geh zu deinem Napf."
Luzi: " Das ist mein Napf!"

Ich stupste Luzi an und drehte ihren Kopf in die andere Richtung zu ihrem Napf.

Luzi, dreht sich zurück zu Ysa's Napf: "Das ist mein Napf!"

Ysa näherte sich nun halbverhungert und will an ihren Napf.
Scharfer Blick von Luzi zu Ysa und Ysa stockt mitten im Schritte.

Luzi: " DAS ist mein Napf!"
Ich drehte Luzi herum und schubste sie zu ihrem Napf.
Luzi dreht sich herum und geht wieder zu Ysa's Napf. Ysa war aber inzwischen herangekommen und es gelang ihr, ein paar Brocken zu klauen.

Luzi legt die Pfote auf den Ysa's Napf: "Meiner!"
Nicht etwa, daß Luzi daraus fraß, nein, sie saß nur davor und wollte Ysa vertreiben.
Ysa näherte sich wieder, denn von ein paar Brocken wird keine Katze satt.

Luzi's Blick wurde zum Schwert und ich hörte nur noch ein hilfloses Fauchen von Ysa, die frustriert weg rannte.

Da wurde ich konsequent, setzte Luzi vor ihren eigenen Napf und blieb dort, bis sie endlich selber fraß. Viel später, als Luzi dann weg war, konnte auch Ysa fressen.

Dieses Spiel geht auch am Wassernapf. Obwohl mehrere Wassernäpfe in der Wohnung stehen, mögen sie nur das Wasser, welches in der Küche steht.

Dort allerdings ist es Ysa, die Klein-Odin provoziert.
Odin will trinken und Ysa lauert in 20-30 cm Entfernung.
Sie guckt ihn unverwandt an und Odin wird so irritiert, dass er nicht zum Schlabbern kommt.
Zusammengekauert sitzt er vor dem Wassernapf und traut sich nicht, den Kopf zu senken, aus Angst, Ysa könnte in dem Moment angreifen.

Und Ysa lauert in Angriffstellung..
Vor lauter Verzweiflung taucht Odin seine Pfote ins Wasser und leckt sie dann ab, aber immer in Fluchtstellung.

Ich beobachte sowas liebend gerne und die verschiedenen Verhaltensweisen der Katzen.
Und ich weiß, was gleich passieren wird.*fg*

Luzi weiß genau was los ist. Vielleicht hört oder ahnt sie es.

Mein Blick geht zur Tür, wo schleichend eine großer Katzenkörper um die Ecke biegt.
Obwohl auch Ysa ahnt, was passieren wird, sitzt sie wie immer dummerweise mit dem Rücken zur Tür und belauert Odin.

Nun mag es eine Reaktion von Odin sein, der Luzi natürlich gesehen hat, denn Ysa schwant Böses. Ihr Körper zuckt leicht zusammen, sie duckt sich.

Grausame Stille herrscht...

Luzi's Augen sind starr auf Ysa gerichtet, mehr tut Luzi nicht. Das ist auch gar nicht nötig, denn ihre Blicke sind Schwerter, die alles durchbohren.

Ysa traut sich vor Panik nicht mal, nach Luzi zu sehen. Sie WEIß, wer da hinter ihr ist.

Sie hofft noch: 'wenn ich sie nicht sehe, sieht sie mich auch nicht...'

Odin beobachtet und feixt.

Ich amüsiere mich und geb keinen Mucks von mir.

Ysa nimmt allen Mut zusammen, dreht sich um, im gleichen Moment, wo Luzi mit der Pfote zuhaut.

Ysa legt sich auf die Seite, eine Pfote drohend erhoben, die Ohren angelegt, die Zähne gebleckt.
Und das wars auch schon.*lol*

Ysa findet einen Fluchtweg, auf den Küchenschrank und durch die Durchreiche ins Wohnzimmer.

Luzi wirft ihr scharfe Blicke hinterher und Odin kann in Ruhe trinken.

Es ist immer wieder faszinierend, wie Luzi allein durch ihren Blick und ihre gewichtige Anwesenheit alle zur Räson bringt.

Luzi tut keiner Katze wirklich was. Mal ein Pfotenhieb hier und da, aber nie so, daß jemand verletzt wird.

Eigentlich haben Ysa und Luzi Respekt voreinander. Müssen sie aneinander vorbei, sollte mind. 1 m Platz sein.
Kritisch wird es, wenn einer durch eine Tür raus und der andere rein will. Das geht gar nicht.
Dann liegen sie sich beide gegenüber und überlegen krampfhaft, wie die vertrackte Situation nun gelöst werden kann. Ein Zurückweichen gibt es nicht.

Irgendwann kommt es zu dem sogenannten Verlegenheitsputzen als Überbrückungshandlung.

Erst bei ungewöhnlichen Geräuschen von den Menschen oder der Umwelt finden sie wieder zu sich selbst.

Meist fällt der einen Katze dann ein, daß sie ja eigentlich ganz woanders hin wollte und so gehen sie auseinander.

Verrückte Tiere.


neue Story vom 13.5.09

Es muß nicht immer Kaviar sein

oder doch? Besser wäre es

Katzen sind wunderbare Geschöpfe mit einem ausgeprägten Geschmackssinn und der ist in der Lage, die armen Dosis ins Grab zu bringen.

Hat man neue Katzen, ist der Dosi noch enthusiastisch, was das heikle Katzenfutter betrifft.
Man möchte seinen Lieblingen ja nur Gutes tun. Alles soll so ein Katzenfutter enthalten, was das liebe Tierchen braucht und mag und noch etwas mehr.

Der Dosi plant schon lange vor Ankunft der Katze, was denn wohl das Beste sei.
So zieht er sämtliche Katzenbücher zu Rate, stöbert im Internet und beteiligt sich rege an den Forendiskussionen.

Dort erfährt er, dass nur Katzinaschi das allerbeste Futter ist. Aber schon der nächste User hält Katzinaschi für den größten Mist und empfiehlt dringend Katzikotzi, während ein dritter User alle anderen User als Nichtwisser beschimpft und Katzifressi sei sowieso das einzig wahre Futter.

1000 Stühle, 1000 Meinungen.

Das merkt allmählich auch der Dosi und er beschließt, sich ganz auf sich zu verlassen.
Nun war Dosi wirklich verlassen
Er hätte sich auf die Katzen verlassen sollen. Denn auf eins ist Verlaß, das, was der Dosi ihnen vorsetzen will, wollen sie nicht!

So auch Luzi, Odin und Ysa.

Dosi war inzwischen aus diversen Medien gebildet und hatte ihnen verschiedene Sorten Nass-und Trockenfutter besorgt. Natürlich nur hochwertige und teure Produkte.

Aber achdie Miezen saßen vor den Näpfen, berochen das Futter ausgiebig und gingen stolz von dannen.
Das gute Futter landete bei den Hofkatzen, die sehr dankbar waren.

Dosifrau grübelte versonnen vor sich hin.

Es half nichts, Dosi warf alle Überlegungen auf bestes, ausgewogenes Futter über Bord und ging zum nächsten Supermarkt.
Beim Lesen der Inhaltsstoffe sträubten sich Dosis Haare.

Fleisch vom Huhn, mind 4 %, nicht erklärte Nebenerzeugnisse von Weißichwas, Zucker

DAS sollte meine Katzen groß, stark und vor allem gesund machen?

Trotzdem, bevor die lieben Kleinen verhungern

Erwartungsvoll füllt Dosi das undefinierbare Zeug in die Näpfe und hungrig kamen die Katzen angerannt.

Wieder wurde das Futter berochen, einmal drübergeleckt und wieder zogen sie von dannen.

Dosi war der Verzweiflung nahe.

Sollte dies das Ende ihrer geliebten pelzigen Untiere sein?

Dann hatte Dosi eine Eingebung. Ihr fiel nämlich ein, dass Katzen Raubtiere sind.
Nach dem Konsum vieler Reportagen über Löwen, Leoparden, Tiger, Panther, Geparde wusste sie endlich, was Katzen wirklich wollen.

Also sattelte und spornte sie sich, besorgte sich Pfeil und Bogen, Speer und Faustkeil, um nach Afrika auf Safari zu gehen und Antilopen zu jagen.
Zum Glück setzte dann der Verstand wieder ein, denn solches Unterfangen wäre dann doch zu teuer und aufwändig geworden, darum blieb sie lieber hier und wollte auf Mäusejagd gehen. Das war ungefährlicher.

Doch die süßen kleinen Mäuslein erweichten des menschlichen Jägers Herz und er ließ ab von dem bösen Vorhaben.

Dosi war nicht dumm, oh nein.
Bevor sie lebende Tiere in ein anderes Dasein schickte, ging sie lieber wieder zum Supermarkt und kaufte ein.

Hühnerherzen, roh, aber nicht zappelnd.
Freudig bereitete Dosi also kleine, leckere Herzen für ihre Herzchen zu und präsentierte sie ihnen auf dem Silbertablett.

Hungrig kamen die Katzen angerannt.
Sie guckten, rochen und warfen dann merkwürdige Blicke auf mich.

Katzen: " Ähwas jetzt? Was wird das? Sollen wir DAS etwa fressen?"
Dosi lockend: " Feines Fresschen, feines rohes Fleischi für die Katzis"

Odin bepfotelte die Hühnerherzen mit seinen Krallen und ein Stück blieb an der Pfote hängen. Außer sich vor Schreck schüttelte Odin das böse Fleisch ab und das Herz rollte auf Luzi zu.

Luzi: "Oh, fein, damit kann man spielen."

Dosi beruhigte sich, denn sie weiß ja, Katzen spielen gern mit ihrer Beute, bevor sie sie fressen.
Nun begann ein feines Fußballspiel mit Hühnerherzen.

Die Anwartschaft auf die Fußballnationalmannschaft war ihnen fast gewiß, als sie die Lust verloren.
Dosifrau durfte die Stücke aus sämtliche Ecken sammeln und entsorgen.

Aber Dosi war noch nicht am Ende mit ihrer Weisheit.
So probierte sie es mit rohem Fisch, Stücke von Rindfleisch, und Innereien wie Leber und Herz.

Die Katzen missachteten alles und guckten mich überlegen an.
Wer wird Sieger sein?
Wir wissen, wer es sein wird.

Dosi bezweifelte inzwischen, dass es sich bei ihren Katzen wirklich um Raubtiere handelte. Welch neue Tierart war da erfunden worden?

Dosifrau hat noch eine Idee, ihre Katzen doch noch zum Fressen zu bringen, bevor die ganz vom Fleische fielen.

Sie kochte das Fleisch. Mischte es mit Reis oder Nudeln und etwas Gemüse, gab ihnen das weiße gekochte Fleisch vom Huhn, versuchte es mit Hüttenkäse, rohen und gekochten Eiern, ja sogar mit Babynahrung und versagte!

Die Krönung waren dann Kaviar und Räucheraal.
Ich bot ihnen mein Geld und Leben, alles, was ich hatte und je besitzen werde, aber wir wissen, wie grausam Katzen sein können.

Sie ignorierten meine Liebe und Fürsorge mit der Arroganz, zu der nur Katzen fähig sind.

Nachtrag:
Natürlich verhungerten meine Katzen nicht. Zwischendurch verputzten sie mal hier, mal da was.
Die ersten paar Tage nach ihrer Ankunft im neuen Zuhause fraßen sie auch, wie es sich gehört, alles was sozusagen auf den Tisch kam.
Doch nach wenigen Wochen wurden sie anspruchsvoll. Alles, was nach Patè oder Leberwurstähnlich aussah, wurde schnell abgelehnt.
Vor allem Odin ist rassetypisch äußerst mäklig.

Luzi ist noch diejenige, die zumindest mehr frisst, als die anderen Katzen, was man ihr auch ansieht.*lol*

Ich hab ihnen von Anfang an nur hochwertiges Nassfutter gegeben, welches sie bald verschmähten.
Immer wieder andere Sorten und Marken bot ich ihnen an, musste aber einsehen, wenn sie nicht wollen, dann fressen sie nicht. Selbst hungern lassen half nicht. Die hungern dann nämlich tatsächlich, bevor sie was fressen, was sie nicht wollen. Und das hält kein Dosi lange aus.*gg*

Am liebsten mögen sie Trockenfutter, was ja eigentlich nicht die Hauptnahrung sein sollte.
Also mische ich heute hochwertige Trockenfutter mit möglichst hohem Fleischanteil der verschiedenen Marken. Nix mit billigem Supermarktfutter, welches sie übrigens auch nicht besonders mögen.
Gerne mögen sie Sanabelle, Hills, Acana, und Happy Cat.
Eins der besten Trockenfutter ist Felidae mit dem höchsten Fleischanteil in Trockenfutter. Früher mochten es meine Katzen gern, aber irgendwann nicht mehr.

Zum Abend bekommen sie Nassfutter, welches sie mal fressen, mal nicht. Nachdem ich bei ihnen zig-Sorten probiert habe, haben wir uns nun auf Friskies Gourmet, Sheba und Cosma geeinigt. Und von denen am liebsten solche Futter, die richtiges Fleisch enthalten, also nicht die zusammengemanschten Brocken.

Ysa ist eine drollige Katze. Obwohl ihr Napf gut gefüllt ist, erwartet sie immer noch mehr und vor allem das Besondere.
Gehe ich auf den Flur, kommt sie mit fliegendem Fell angerannt, springt zu ihren gefüllten Futternapf und guckt mich erwartungsvoll an.
" Was gibt es denn heute Schönes? Gespickter Rehbraten? Gefüllter Kapaun? Was denn, wieder nichts?"
Frustriert wandert sie dann vom Platze, bis ich das nächste Mal auf den Flur trete, eigentlich, um in die Küche oder ins Bad zu gehen.

Vielleicht gibt es ja eines Tages das Futter, wovon Katzen schon immer träumten.